valdanos4

May 14, 2008 by Ulqini  
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One Comment on "valdanos4"

  1. Ulqini on Wed, 14th May 2008 9:03 am (Edit)

    Valdanos Bucht
    Langsam kommen wir nun in die Bucht von Ulcinj, in die der Fluß Bojana mündet. Er teilt die Dinarischen Alpen und stellt somit die Grenze zwischen Albanien und Montenegro dar. Von See kommend wird unser erster Eindruck von Ulcinj durch die attraktiven Sandstrände geprägt. In der Valdanos-Bucht verbergen sich 1.300 Meter Sandstrand mit Olivenhainen im Hintergrund - Mittelmeer-Atmosphäre aus dem Bilderbuch. Der Strand von Ulcinj (”Gradska ulcinjska plaza”) ist mit seinen 650 Metern ist ebenfalls sehr attraktiv. Der 12 Kilometer lange Velika Strand wird im Sommer von vielen Touristen bevölkert. Außerdem gibt es noch den 4 Kilometer langen Ada Bojana, einen Nacktbadestrand.

    Die Strände sind nicht das Einzige, was Ulcinj zu bieten hat - die Altstadt muss man ebenfalls gesehen haben. Den Geschichtsbüchern zufolge wurde die Stadt zwischen den 4. und 5. Jahrhundert vor Christus von Georgiern aus Kolhida am Schwarzen Meer (heute: Gagra) gegründet. Hierfür gibt es schriftliche Indizien im Natursteinmauerwerk der Stadtmauern und Fundamente der Altstadt. Auch wenn die Menschen seinerzeit mit verschiedensten Waren handelten, fesselt uns heute der Sklavenmarkt am meisten. Die Legende erzählt, dass der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes jahrelang Sklave in Ulcinj war. Er soll in seinem Hauptwerk “Don Quijote” den Namen der weiblichen Protagonistin Dulcinea nach der Stadt Ulcinj benannt hat (Dolcinium = Ulcinj).

    Der Mix der Kulturen in Ulcinj brachte verschiedenste Handwerke hervor. Am begehrtesten ist jedoch bis heute die Goldschmiedekunst aus der Stadt geblieben, da hier günstiger, ungewöhnlicher und handgemachte Gold- und Silberschmuck produziert wurde.
    Acht Seemeilen südlich von Ulcinj treffen wir auf Ada Bojana, den Endpunkt unseres Segeltörns entlang der insgesamt 300 Kilometer langen Montenegrinischen Küste. Einige Besucher haben Ada Bojana als “ein Stück des Himmels” bezeichnet und genau das ist es!

    Die Geschichte der Insel begann im Jahre 1858, als ein Schiff namens “Merito” aus dem kroatischen Trogir in den flachen Gewässern strandete. Mit der Zeit schwemmte der hier ins Meer mündende Fluss Unmengen von Treibsand an und die Insel wuchs aus dem Meer. Heute ist sie befestigt und mit mediterraner Vegetation bedeckt. Ada Bojana ist mittlerweile ein bekannter Urlaubsort für FKK-Liebhaber.

    Übrigens: Während der gesamten Reise hatten wir nordwestliche Winde von 15 bis 17 Knoten. Dies erfrischte uns während der heißen Sommertage und war gleichzeitig dem Segeln sehr förderlich, so dass wir schneller als unter Motor an unser Ziel kamen.

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